Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten für den Datenschutzbeauftragten und IT-Verantwortlichen
Ein Datenschutzbeauftragter kann nach der Ausbildung seine Aufgaben nach den Artikeln 37 bis 39 nach der EU-DSGVO nachgehen.
Er lernt den Umgang und das Zusammenführen der Europäischen und nationalen Gesetze.
Welche Inhalte umfasst die Ausbildung,
die ein Datenschutzbeauftragter in spe absolvieren muss?
Ein Datenschutzbeauftragter hat die Aufgabe sich an die Datenschutzgrundsätze zu orientieren und die EU-DSGVO in der Tiefe zu kennen und zu leben. Nur so ist es möglich alle weiteren Gesetze und Vorschriften des Datenschutzes zu folgen und zu verstehen. In der Folge wird es möglich, den nötigen Datenschutzumfang, aber auch die Datensicherheit zu erkennen und abzuschätzen.
Darüber hinaus enthält die Ausbildung, die ein Datenschutzbeauftragter abgeschlossen haben muss, wichtige Lehreinheiten im Umgang und der Vernetzung mit den Aufsichtsbehörden, dem Datenschutzmanagement, die Prävention der technischen und organisatorischen Maßnahmen im Betrieb (Unternehmen) und die Sensibilisierung der Mitarbeiter.
Nach Beendigung der Ausbildung sollte ein Datenschutzbeauftragter in der Lage sein, nach den Grundsätzen der EU-DSGVO das Unternehmen, Verband oder Verein folgerichtig zu beraten, sodass eine konkrete datenschutzrechtliche Risikoabschätzung entsteht. Im Fokus steht hier das „Verfahrensverzeichnis“, die Datenschutzfolgeabschätzung und die technischen und organisatorischen Maßnahmen in Einklang zu bringen.
Grundausbildung zum Datenschutzbeauftragten (betrieblich oder extern)
20 tägiges Intensiv-Präsenzseminar a. 8 UE oder 7 – 12 Monate Fernunterricht + 5 Präsenztage

  • ein Prüfungstag (schriftliche, praktische und mündliche Prüfung) Dauer ca. 6 Stunden
    Bestandene Prüfung mindestens 75% in allen Prüfungsteilen
    Module für die Grundausbildung:
    EU-DSGVO, BDSG, E-Privacy-Verordnung, Kirchengesetz über den Datenschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland (DSG-EKD), neue Durchführungsverordnung zum Gesetz über den Kirchlichen Datenschutz (KDG-DVO) und alle weiteren geforderten Gesetze zum Datenschutz, wie z. B. BGB, HGB, SGB, Telemediengesetz, Telekommunikationsgesetz, u. v. a.
    Alle Module und deren Gesetze werden praxisbezogen für ein Unternehmen, Verband oder Verein ausgebildet und vermittelt. Hierzu gehören auch Vorbereitungen von Mitarbeiter-Schulungen zur Sensibilisierung, Erstellen von Verfahrensverzeichnissen, Implementierungen von Dokumentationen, Arbeits- und Betriebsanweisungen, Grundsätze von Einwilligungserklärungen und Risikoabschätzungen (-abwägungen), u. a. der Implementierung von Datenschutz-Folgeabschätzungen.
    Abschluss: zertifizierter Datenschutzbeauftragter der BDSK

    Aufbau-Module:
    Spezifikation: Personalwesen 3-tägiges Intensiv-Präsenzseminar
    Spezifikation: Gesundheitswesen 3-tägiges Intensiv-Präsenzseminar
    Spezifikation: Finanzwesen 3-tägiges Intensiv-Präsenzseminar
    Grundsätze der Datensicherheit gem. EU-DSGVO und
    Empfehlung BSI in Anlehnung der ISO/IEC 27001 3-tägiges Intensiv-Präsenzseminar
    Das Zusammenspiel zwischen Datenschutz
    und Datensicherheit 2-tägiges Intensiv-Präsenzseminar
    Aktuelle Workshops:
    Forum – Austausch zwischen DSBs 2-tägiger Workshop
    Forum – Austausch zwischen DSB und IT-Verantwortlichen 2-tägiger Workshop

© by Werner Heinen
erstellt am 18.05.2019
für die Bundesdatenschutzkammer e.V.